Tobias Goldschmidt ist als Umweltminister eine herbe Enttäuschung
- Dr. Reinhard Jentzsch

- 23. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
„Deswegen ist mir wichtig, den Artenschutz in allen Lebensbereichen voranzubringen“, betonte der Umweltminister, Tobias Goldschmidt (Die Grünen).
Ich antworte mit Goethes Faust: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube".
Gerne präsentiert sich Herr Goldschmidt vor laufender Kamera oder gibt der Presse Interviews, solange niemand da ist, der ihm widersprechen könnte. Bezüglich der 2. Veranstaltung "Eckernförde im Dialog" habe ich Herrn Goldschmidt mehrere Male angeschrieben und ihm zum Dialog eingeladen. Die knappe Antwort aus seinem Büro: ."...der Minister hätte keine Zeit". Dabei hatte ich noch nicht einmal ein Zeitfenster, geschweige denn ein Datum vorgegeben! Herr Goldschmidt hat sich gedrückt und bestätigte meine Vorahnung: Der Mann weiß nicht was er tut und fürchtet jeden kritischen Diskurs. Der energiepolitische Sprecher der CDU hingegen, Andreas Hein, war sofort bereit an der Diskussionsrunde teilzunehmen. Respekt!
Für den Rückgang der Artenvielfalt, hat Tobias Goldschmidt natürlich sofort eine Erklärung parat: Die Landwirtschaft! Die Landwirte lassen lieber ihre Tiere im Stall stehen und werfen ihnen das gemähte Gras in Form von Heu oder Silage vor. Infolgedessen sei durch die Mahd auf den Wiesen der Kiebitzbestand um 90% eingebrochen.
Dass jedes Jahr Milliarden von Insekten, 100.000 Vögel und 250.000 Fledermäuse an den Windkraftanlagen Deutschlands vernichtet werden, blendet er völlig aus. Dass zudem der drastische Rückgang der Artenvielfalt in Flora und Fauna durch Monokulturen, wie Mais, für die Biogasanlagen verantwortlich ist, wird ebenfalls völlig ignoriert. Nein, Herr Goldschmidt, wenn Ihnen die Artenvielfalt wirklich wichtig wäre, würden Sie in den Dialog über Sinn und Unsinn der Energiewende eintreten.
Ihre Absage werte ich als Eingerständnis Ihrer Unkenntnis und Ignoranz bezüglich unserer Natur und des Naturschutzes. Ihre Lobbyarbeit für eine längst gescheiterte Energiewende macht sie auf dem ökologischen Auge blind.
Ein Brennen für die Sache des Natur- und Artenschutzes konnte ich bei Ihnen zu keinem Zeitpunkt erkennen.





Und da hat er was verpasst!